4,9 auf Google

Zahnimplantat entfernen: Wann ist es nötig? Schonend, planbar und gut vorbereitet

Eine Explantation kostet 100 bis 500 Euro, dauert 20 Minuten und nach 3 bis 6 Monaten ist ein neues Implantat möglich.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Eine Explantation wird nötig bei Periimplantitis, fehlendem Einwachsen oder Implantatbruch. 96,8 % aller Implantate halten jedoch dauerhaft.
  • check Der Eingriff dauert rund 20 Minuten. Schonende Methoden wie die Piezochirurgie erhalten den Knochen für eine spätere Neuversorgung.
  • check Schmerzen sind meist leicht bis moderat und klingen in ein bis drei Tagen ab.
  • check Die Kosten liegen bei 100 bis 500 Euro. Die GKV übernimmt nichts, eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil deutlich senken.
  • check Nach 3 bis 6 Monaten Heilung ist eine Re-Implantation möglich. Gesamtkosten mit Knochenaufbau: 2.600 bis 4.160 Euro.
Zahnimplantat entfernen: Wann ist es nötig?
Privadent Logo

Ihr unabhängiger Versicherungsvergleich

Über 150 Tarife im Vergleich

Logo Allianz
Logo Astra Versicherung
Logo Barmenia
Logo Bayerische
Logo Concordia
Logo Deutsche Familienversicherung
Logo DKV
Logo Gothaer
Logo HanseMerkur
Logo Janitos
Logo Landeskrankenhilfe
Logo Münchener Verein
Logo Nürnberger
Logo SDK
Logo Stuttgarter
Logo UKV Union Krankenversicherung
Logo vigo Krankenversicherung
Logo Versicherungskammer Bayern
Logo Württembergische

Inhaltsverzeichnis

1. Wann muss ein Zahnimplantat entfernt werden?

Ein Zahnimplantat entfernen lassen sich die wenigsten Patienten freiwillig. Doch manchmal bleibt keine andere Wahl. Die Überlebensrate von Implantaten liegt bei 96,8 % nach fünf Jahren. Das bedeutet: In seltenen Fällen versagt ein Implantat, und eine Entfernung wird notwendig.

Die häufigsten Gründe für eine Implantatentfernung betreffen Entzündungen, mechanische Schäden oder eine fehlende Verbindung zwischen Implantat und Knochen. Folgende Indikationen führen in der Praxis dazu, dass Zahnärzte eine Explantation empfehlen:

  • Periimplantitis: Eine bakterielle Entzündung rund um das Implantat, die den Kieferknochen abbaut. Sie betrifft 10 bis 16 % aller Implantate und gilt als häufigste Ursache für eine Entfernung.
  • Fehlende Osseointegration: Das Implantat wächst in den ersten ein bis drei Monaten nicht in den Knochen ein. Es bleibt locker und kann seine Funktion nicht erfüllen.
  • Implantatbruch: Durch Überlastung oder Materialermüdung bricht der Implantatkörper. Eine Reparatur ist dann nicht möglich.
  • Übermäßiger Knochenverlust: Wenn der Knochen rund um das Implantat so stark abgebaut ist, dass kein stabiler Halt mehr besteht.
  • Titan-Unverträglichkeit: Allergische Reaktionen auf Titan kommen bei weniger als 1 % der Patienten vor. Sie äußern sich durch anhaltende Beschwerden ohne erkennbare Entzündung.
  • Unfallbedingte Schäden: Ein Trauma kann das Implantat oder den umgebenden Knochen so beschädigen, dass eine Entfernung nötig wird.

Nicht jede Komplikation führt zur Explantation. Mukositis, eine oberflächliche Zahnfleischentzündung, betrifft zwar 40 bis 48 % der Implantate, lässt sich aber in der Regel konservativ behandeln. Erst wenn die Entzündung den Knochen erreicht und auf keine Therapie anspricht, wird die Entfernung erwogen. Sprechen Sie bei ersten Anzeichen, etwa Blutung oder Druckempfindlichkeit am Implantat, frühzeitig mit Ihrem Zahnarzt.

Quellen: DGOI | zahnimplantat-experten.ch

2. Explantation: Ablauf der Implantatentfernung

Steht fest, dass ein Implantat entfernt werden muss, folgt ein standardisierter chirurgischer Ablauf. Die gesamte Behandlung dauert in der Regel etwa 20 Minuten. Das ist vergleichbar mit dem Einsetzen eines Implantats, oft sogar kürzer.

Schritt für Schritt: So läuft eine Implantat-Explantation ab

Der Ablauf einer Explantation folgt einem klaren Muster, das Ihr Zahnarzt individuell anpasst:

  1. Vordiagnose: Der Zahnarzt erstellt ein OPG-Röntgenbild und beurteilt die Knochensituation rund um das Implantat. Auf dieser Grundlage entsteht der Behandlungsplan.
  2. Anästhesie: In den meisten Fällen reicht eine örtliche Betäubung. Bei entzündetem Gewebe kann die Wirkung der Lokalanästhesie durch den niedrigen pH-Wert eingeschränkt sein. Dann kommt eine Vollnarkose in Frage.
  3. Inzision: Das Zahnfleisch wird geöffnet, um den Implantatkörper freizulegen.
  4. Implantatentfernung: Je nach Methode wird das Implantat herausgedreht, herausgefräst oder mit Ultraschall gelöst.
  5. Reinigung: Der Alveolarknochen wird gesäubert. Bei Bedarf erfolgt gleichzeitig ein Knochenaufbau, um die Knochensubstanz zu erhalten.
  6. Naht und Nachsorge: Die Wunde wird vernäht. In den Folgetagen kontrolliert der Zahnarzt den Heilungsverlauf.

Methoden im Vergleich

Welche Methode der Zahnarzt wählt, hängt davon ab, wie fest das Implantat im Knochen sitzt und ob es beschädigt ist. Der folgende Überblick zeigt die gängigsten Verfahren:

Methode Einsatzbereich Knochenerhalt
Zangenextraktion Lockere Implantate Maximal
Lindemannfräse Eingewachsene Implantate (Standard) Mäßig
Trepanbohrer Fest verwachsene Implantate, Implantatbruch Gering
Piezochirurgie Schonendste Methode (Ultraschall) Hoch
Laserexplantation Minimal-invasiv, beschleunigt Heilung Hoch

Die Piezochirurgie gilt als schonendste Variante: Ultraschallwellen lösen das Implantat, ohne das umliegende Weichgewebe zu verletzen. Das erhält den Knochen und verbessert die Chancen auf eine spätere Re-Implantation. Fragen Sie Ihren Zahnarzt, welche Methode für Ihre Situation geeignet ist.

Quellen: zwp-online.info | zahnarzt-finedent-duesseldorf.de

3. Schmerzen und Heilung nach der Explantation

Nach dem chirurgischen Eingriff stellt sich für viele Patienten die Frage: Wie schmerzhaft ist die Zeit danach? Erfahrungsberichte zeigen ein beruhigendes Bild. Die meisten Betroffenen beschreiben die Schmerzen als leicht bis moderat, Schwellungen und Druckgefühl klingen in der Regel innerhalb der ersten ein bis drei Tage ab. Ihr Zahnarzt verschreibt Schmerzmittel und Entzündungshemmer, die die Beschwerden gut kontrollieren.

Die individuelle Variation ist allerdings groß. Patienten, deren Implantat locker war und per Zangenextraktion entfernt wurde, berichten häufig von kaum spürbaren Beschwerden. Bei einer aufwändigeren Explantation mit Fräsen kann die Heilung etwas länger dauern. Insgesamt berichten viele Betroffene, dass der Eingriff weniger belastend war als befürchtet.

Heilungsphasen im Überblick

Die Heilung nach einer Implantatentfernung verläuft in mehreren Phasen. Die folgenden Zeitangaben geben Ihnen eine Orientierung, wann Sie mit welchem Fortschritt rechnen können:

  • Erste Tage: Leichte bis moderate Schmerzen und Schwellungen. Kühlen und Schmerzmittel helfen.
  • Einige Wochen: Die grundlegende Wundheilung schließt sich ab. Das Zahnfleisch wächst über die Extraktionsstelle.
  • 3 bis 6 Monate: Der Knochen regeneriert sich. In dieser Phase ist in der Regel eine Re-Implantation möglich.
  • Bei Knochenaufbau: Der Heilungsprozess verlängert sich um einige Monate, da der aufgebaute Knochen erst einwachsen muss.

Komplikationen sind selten, können aber vorkommen. Beim Entfernen im Unterkiefer besteht ein geringes Risiko für Nervenschäden am Leitungsnerv. Außerdem kann der Knochenverlust beim Fräsen bei einem 4-mm-Implantat bis zu 7 bis 8 mm betragen. Deshalb ist die Wahl der Methode so wichtig: Eine schonende Technik wie die Piezochirurgie reduziert den Knochenabbau deutlich. Besprechen Sie mit Ihrem Behandler, welche Nachsorge-Termine nötig sind und worauf Sie in der Heilungsphase achten sollten.

Quellen: zahnimplantat-experten.ch | dr-gumpert.de

4. Kosten der Explantation: Was zahlt die GKV?

Neben dem Eingriff selbst beschäftigt Patienten vor allem die Kostenfrage. Die Gesamtkosten einer Explantation liegen zwischen 100 und 500 Euro, abhängig von Methode, Aufwand und Begleitmaßnahmen. Für die GKV ist die Explantation eine reine Privatleistung: Es gibt keine BEMA-Position dafür, die Krankenkasse zahlt 0 Euro.

Was kostet die reine Implantatentfernung?

Die Kosten hängen stark davon ab, wie fest das Implantat im Knochen sitzt. Die folgende Übersicht zeigt die Preisspannen nach Methode:

Leistung Kosten
Zangenextraktion (lockeres Implantat) 20–80 EUR
Fräsen (eingewachsenes Implantat) 80–150 EUR
Gesamtbehandlung inkl. Anästhesie, Röntgen, Nachsorge 100–500 EUR
GOZ-Fallbeispiel (GOZ 3000 + Anästhesie + Röntgen + Nachkontrolle) 143–154 EUR

Brauchen Sie nach der Entfernung einen Knochenaufbau, kommen weitere Kosten hinzu. Eine Socket Preservation kostet 150 bis 460 Euro, ein interner Sinuslift 300 bis 550 Euro. Diese Kosten tragen Sie als GKV-Patient ebenfalls selbst.

Rechenbeispiel: Einfache Explantation

Ein lockeres Implantat wird per Zangenextraktion entfernt. Die Rechnung nach GOZ umfasst die Explantation (GOZ 3000), Anästhesie, Röntgen und eine Nachkontrolle. Gesamtkosten: etwa 160 Euro. Die GKV erstattet davon nichts. Ohne Zahnzusatzversicherung zahlen Sie den vollen Betrag selbst. Mit einem Tarif wie dem Allianz Mein Zahnschutz 100, der 100 % der Zahnbehandlungskosten übernimmt, liegt Ihr Eigenanteil bei 0 bis 5 Euro.

Eine Zahnzusatzversicherung kann diese Kosten erheblich reduzieren. Tarife wie der Concordia ZAHN SORGLOS 100 oder der WW ZahnSchutz Premium 100 erstatten ebenfalls 100 % der Zahnbehandlung. Die Versicherung muss allerdings vor der Diagnose bestehen, damit die Leistung greift. Frühzeitiges Abschließen sichert den Schutz für den Ernstfall.

Quellen: IWW aaz | zahnarzt-finedent-duesseldorf.de

5. Neues Implantat nach Entfernung: Was sind die Optionen?

Nach einer Explantation steht die Frage im Raum: Kann ein Zahnimplantat ausgetauscht werden? Die Antwort lautet in den meisten Fällen ja. Voraussetzung ist ausreichende Knochensubstanz. Ohne Knochenaufbau können Zahnärzte in der Regel nach 3 bis 6 Monaten ein neues Implantat setzen. Bei einer verzögerten Sofortimplantation verkürzt sich die Wartezeit auf etwa 6 bis 8 Wochen.

Dabei ist ein wichtiger Unterschied zu beachten: Muss nur die Krone ersetzt werden, weil etwa Keramik gebrochen ist, bleibt der Implantatkörper im Knochen. Das ist ein vergleichsweise einfacher und günstiger Vorgang. Muss dagegen der gesamte Implantatkörper entfernt und neu gesetzt werden, handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff mit deutlich höherem Aufwand und Kosten.

Einheilungszeiten beim neuen Implantat

Wie lange das neue Implantat zum Einwachsen braucht, hängt von der Position im Kiefer ab:

  • Unterkiefer: 2 bis 3 Monate Einheilungszeit
  • Oberkiefer: 4 bis 6 Monate Einheilungszeit, da der Knochen hier weniger dicht ist

Gesamtkosten: Explantation bis neues Implantat

Wer das Implantat erneuern möchte, sollte die Gesamtkosten kennen. Ein neues Implantat inklusive Krone kostet 2.200 bis 4.200 Euro. Bei einer komplizierten Explantation mit Knochenaufbau und anschließender Re-Implantation summieren sich die Kosten auf 2.600 bis 4.160 Euro. Der GKV-Festzuschuss auf die Regelversorgung (Brücke) beträgt je nach Bonusheft 684 bis 855 Euro. Ohne Zahnzusatzversicherung bleibt ein Eigenanteil von 1.750 bis 3.500 Euro.

Mit einem Tarif wie dem WW ZahnSchutz Premium 100 sinkt der Eigenanteil im ersten Versicherungsjahr auf 250 bis 2.000 Euro, ab dem dritten Jahr auf 0 bis 500 Euro. Der Concordia ZAHN SORGLOS 100 kann bei Gesamtkosten von 2.660 Euro bereits im zweiten Versicherungsjahr die vollständigen Kosten übernehmen. Entscheidend ist: Die Versicherung muss vor der Diagnose abgeschlossen sein. Wer bereits Probleme mit dem Implantat hat, erhält keine rückwirkende Kostenübernahme.

Alternativen zur Re-Implantation

Nicht immer muss es ein neues Implantat sein. Zwei Alternativen stehen zur Verfügung: Eine festsitzende Brücke nutzt die Nachbarzähne als Pfeiler und ist günstiger, erfordert aber deren Beschleifen. Eine herausnehmbare Teilprothese ist die kostengünstigste Variante, bietet jedoch weniger Komfort. Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, welche Option zu Ihrer Knochensituation und Ihrem Budget passt.

Quellen: zahnimplantat-experten.ch | zahnarzt-finedent-duesseldorf.de

6. Fazit: Implantatentfernung gut vorbereiten

Ein Zahnimplantat entfernen zu müssen, ist selten. Mit einer Überlebensrate von 96,8 % nach fünf Jahren halten die meisten Implantate dauerhaft. Wenn eine Explantation nötig wird, etwa bei Periimplantitis, fehlendem Einwachsen oder Implantatbruch, ist der Eingriff gut planbar und dauert rund 20 Minuten.

Die Kosten liegen zwischen 100 und 500 Euro. Da die GKV nichts übernimmt, tragen Patienten den Betrag selbst. Mit Knochenaufbau und Re-Implantation steigen die Gesamtkosten auf 2.600 bis 4.160 Euro. Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil auf wenige hundert Euro oder sogar auf null reduzieren. Voraussetzung ist der Abschluss vor der Diagnose. Nach 3 bis 6 Monaten Heilung ist in der Regel ein neues Implantat möglich. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, sowohl zur Methode als auch zur Kostenabsicherung.

7. Häufige Fragen

Ein Zahnimplantat muss entfernt werden, wenn eine fortgeschrittene Periimplantitis den Kieferknochen stark abgebaut hat, das Implantat nicht eingewachsen ist oder ein Implantatbruch vorliegt.

Periimplantitis betrifft 10 bis 16 % aller Implantate und ist damit die häufigste Ursache. Auch eine Titan-Unverträglichkeit (unter 1 % der Fälle) oder unfallbedingte Schäden können eine Entfernung nötig machen. Nicht jede Entzündung erfordert sofort eine Explantation, denn Mukositis lässt sich oft konservativ behandeln.

Lassen Sie Beschwerden wie Blutung oder Lockerung frühzeitig von Ihrem Zahnarzt untersuchen, damit eine rechtzeitige Behandlung die Entfernung möglicherweise verhindern kann.

Die meisten Patienten beschreiben die Schmerzen nach einer Explantation als leicht bis moderat. Schwellungen und Druckgefühl klingen in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen ab.

Während des Eingriffs spüren Sie dank örtlicher Betäubung keine Schmerzen. Danach verschreibt Ihr Zahnarzt Schmerzmittel und Entzündungshemmer, die die Beschwerden gut kontrollieren. Bei einer einfachen Zangenextraktion berichten viele Betroffene von kaum spürbaren Beschwerden.

Planen Sie für die ersten Tage nach dem Eingriff Ruhe ein und kühlen Sie die betroffene Stelle, um Schwellungen zu reduzieren.

Die Kosten für eine Implantatentfernung liegen zwischen 100 und 500 Euro, abhängig von Methode und Aufwand. Ein lockeres Implantat per Zangenextraktion kostet 20 bis 80 Euro, das Fräsen eines eingewachsenen Implantats 80 bis 150 Euro.

Ein typisches GOZ-Fallbeispiel mit Explantation, Anästhesie, Röntgen und Nachkontrolle kommt auf etwa 143 bis 154 Euro. Falls ein Knochenaufbau nötig ist, kommen 150 bis 460 Euro für eine Socket Preservation hinzu.

Lassen Sie sich vorab einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, um die Kosten für Ihre individuelle Situation zu kennen.

Ja, nach einer Explantation kann in den meisten Fällen ein neues Implantat gesetzt werden. Voraussetzung ist ausreichende Knochensubstanz an der Implantationsstelle.

Ohne Knochenaufbau beträgt die Wartezeit bis zur Re-Implantation 3 bis 6 Monate. Bei einer verzögerten Sofortimplantation verkürzt sich diese Zeit auf etwa 6 bis 8 Wochen. Die Einheilung des neuen Implantats dauert im Unterkiefer 2 bis 3 Monate, im Oberkiefer 4 bis 6 Monate. Ein neues Implantat inklusive Krone kostet 2.200 bis 4.200 Euro.

Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, ob ein Knochenaufbau nötig ist, da dies den zeitlichen und finanziellen Rahmen beeinflusst.

Nein, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt keine Kosten für eine Explantation. Es gibt keine BEMA-Position für die Implantatentfernung, sie ist eine reine Privatleistung nach GOZ.

Bei einer anschließenden Neuversorgung zahlt die GKV allerdings einen Festzuschuss auf die Regelversorgung (Brücke) von 684 bis 855 Euro, je nach Bonusheft. Das Implantat selbst ist keine Kassenleistung. Auch Knochenaufbau und Nachsorge tragen Sie als GKV-Patient komplett selbst.

Prüfen Sie frühzeitig, ob eine Zahnzusatzversicherung für Sie sinnvoll ist. Tarife mit 100 % Erstattung können den Eigenanteil auf wenige Euro reduzieren.

Die grundlegende Wundheilung nach einer Implantatentfernung dauert einige Wochen. Bis zur Re-Implantation vergehen in der Regel 3 bis 6 Monate.

In den ersten ein bis drei Tagen treten leichte bis moderate Schmerzen und Schwellungen auf, die mit Schmerzmitteln gut behandelbar sind. Wird ein Knochenaufbau durchgeführt, verlängert sich die Heilungszeit um einige weitere Monate, da der aufgebaute Knochen erst einwachsen muss.

Halten Sie die Nachsorge-Termine ein und sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt über den konkreten Zeitplan für Ihre Neuversorgung.

Das hängt davon ab, was genau ersetzt werden muss. Ist nur die Krone beschädigt, bleibt der Implantatkörper im Knochen und die Krone wird einfach gewechselt. Das ist vergleichsweise unkompliziert und kostengünstig.

Muss dagegen der gesamte Implantatkörper entfernt werden, ist ein chirurgischer Eingriff nötig. Die Gesamtkosten für Explantation, Knochenaufbau und Re-Implantation liegen bei 2.600 bis 4.160 Euro. Der Eigenanteil ohne Zahnzusatzversicherung beträgt 1.750 bis 3.500 Euro.

Klären Sie mit Ihrem Zahnarzt, ob tatsächlich das gesamte Implantat entfernt werden muss oder ob ein Kronenwechsel ausreicht.

Jetzt Tarife vergleichen